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Hier will ich zukünftig meinen Senf zu vielen unterschiedlichen Themen dazugeben.

 

Folgende, zum Teil auch nicht ganz ernst gemeinte Beiträge stellen meine persönliche Meinung dar. Wenn sich als Effekt bei einigen Lesern das Nachdenken darüber einstellt, bin ich mehr als zufrieden. (Sofern sich überhaupt jemand auf unsere Homepage verirrt).

Anmerkung: Kleinere Fehler kann der behalten, der sie findet. Bei gröberen Schnitzern mailt mich bitte an.

Michael Schwimmer

  

Inhalt

1. Empörend

2. Energie

3. Ökologische Stromerzeugung

4. Alternative Energiequellen

5. Intelligente Arzneimittelverpackungen

6. Strandkorb des Bösen

7. Zugig


Empörend

Wortlos überreichte mir meine Frau einen kleinen, dreckigen Fetzen Papier, den Sie in Bad Nauheim unter dem Scheibenwischer unseres gemeinsamen Autos gefunden hatte. Darauf stand geschrieben:

"Sie blockieren zwei Parkplätze, haben jedoch lediglich für einen Parkplatz bezahlt. Ergo sah ich mich gezwungen Sie anzuzeigen. Mit freundlichen Grüßen, Rib"

Nachdem ich meine Frau eine Stunde lang streng verhört und anschließend einem Lügendetektortest unterzogen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der/die Unbekannte ganz einfach die Unwahrheit behauptet. Ich möchte hier einmal ganz unmissverständlich folgendes klarstellen. Es stimmt nicht, dass zwei Parkplätze blockiert und nur für einen Parkplatz etwas bezahlt wurde.

Tatsächlich wurde für gar keinen Parkplatz etwas bezahlt!

(Kleiner Nachtrag, das Ganze war selbstverständlich nur heiße Luft von einem Möchtegern, ein Bußgeldbescheid kam nie)

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Energie

Seit Anbeginn des Lebens auf der Erde wird die von der Sonne ausgesandte Energie zum Betrieb des Lebensmotors genutzt. Die Pflanzen nehmen mit ihren grünen Solarzellen Energie auf und speichern diese in Form von chemischer Energie. Dabei werden aus Kohlendioxydmolekülen und Wasser größere Kohlenwasserstoffketten gebildet, wie z.B. Zuckermoleküle. Wo steckt jetzt diese Energie? Nun, die Kohlendioxydmoleküle sind relativ stabile Moleküle und die Bindungsenergie zwischen den beteiligten Atomen ist dementsprechend hoch. Um die Moleküle in ihre Bestandteile Kohlenstoff und Sauerstoff zu zerlegen und sie dann wieder zu komplexeren Molekülen mit einer geringeren Gesamtbindungsenergie zusammenzusetzen, muss man Energie aufwenden. Ein Teil der eingesetzten Energie wird wie bei jeder Energieumwandlung zum Abfallprodukt Wärme. Der Rest der aufgewendeten Energie wird in Form von chemischer Energie gespeichert.

Klarer wird das Prinzip vielleicht an einem alltäglichen Beispiel. Nehmen wir an, sie arbeiten auf dem Bau. Beim Frühstück wird als Energiequelle ein anständiges Butterbrot gemampft. Nun ist man in der Lage Arbeit zu verrichten und vielleicht einen großen Stein auf eine Mauer zu heben. Die eingesetzte Energie ist jetzt aber nicht einfach weg. Sie ist, analog zur chemischen Energie, immer noch da und zwar als Energie der Lage, die der Stein gegenüber dem Boden hat. Das kann man feststellen, wenn dieser Stein fällt und die freigesetzte Energie dazu dient, ihren Fuß schmerzhaft zu verformen.

Wäre die Energiespeicherung von Pflanzen der einzige Prozess, der auf der Erde abläuft, gäbe es schon seit Urzeiten kein Leben mehr. Irgendwann wäre jedes freie Kohlendioxydmolekül aufgebraucht und zusätzlich die Atmosphäre mit dem radikalen und für Pflanzen giftigen Sauerstoff gesättigt. Jetzt kommen die Tiere ins Spiel. Diese benutzen die in den Kohlenwasserstoffketten gespeicherte Energie für ihren Stoffwechsel und zum Aufbau von Eiweißmolekülen. Sie setzen durch Oxidation Kohlendioxyd frei und verbrauchen Sauerstoff. Damit ist der Kreislauf geschlossen und der Motor kann sich weiterdrehen. Ein Teil der von den Pflanzen gespeicherten Energie ist nicht in diesen Kreislauf eingegangen. In Form von Kohle und Erdöl liegt diese Energie gebunden im Erdreich. Der Mensch nutzt diese gespeicherten Energien zum Verrichten von Arbeit und setzt dabei Kohlendioxyd frei.

Das vom Mensch freigesetzte Kohlendioxyd ist nun in Verdacht geraten, das Klima zu verändern.

Die abgestrahlte Leistung der Sonne liegt bei etwa 3,8 x 10 Hoch 26 Watt. In Höhe der Erdbahn ist somit die Intensität der Strahlung 1368 W/m2 . Zieht man etwa 30% der Strahlung ab, wegen verschiedener Faktoren wie der Albedo der Erde, so empfängt die Erde insgesamt etwa 1,22 x 10 Hoch 17 Watt. Die Menschheit hat einen geschätzten Gesamtleistungsbedarf von 12 x 10 Hoch 12 J/s. das sind 12 000 Gigawatt. Die beobachten Schwankungen der Sonnenleistung liegen bei bis zu 1% . Diese natürliche Schwankung des Energieumsatzes der Sonne ist also rund 100 mal höher als der Gesamtenergiebedarf der Menschheit. Sieht man sich nur einmal die nackten Zahlen an, so wird schnell klar, dass für einen Treibhauseffekt, der selbst unter Wissenschaftlern höchst umstritten ist, auch andere Faktoren als der CO2-Umsatz des Menschen eine Rolle spielen können. An erster Stelle steht da die oben angeführte natürliche Schwankungsbreite des Energieumsatzes der Sonne. Unbestritten ist mittlerweile auch ein gravierender Einfluss des Wasserdampfes in der Atmosphäre, der den CO2 - Einfluss um ein Vielfaches übertreffen soll.

Ungeachtet dessen ist eine Verfeuerung von fossilen Brennstoffen aus anderen Gründen eine Sünde. Kohle und Erdöl sind ein zu wichtiger und mittlerweile knapp werdender Rohstoff, als dass er zur Energiegewinnung benutzt werden sollte.

Was bleibt als Alternative?

Die Möglichkeiten der Wasserkraft ist zum größten Teil ausgereizt, außerdem sind die Einflüsse auf die aquatischen Ökosysteme so gravierend, dass eher an eine Abschaffung als an eine Ausweitung gedacht werden sollte.

Die Energiegewinnung aus Windkraft wird momentan stark forciert. Ungeachtet des Preises der so erzeugten Energie fehlt die Stetigkeit der Energiegewinnung. Eine Industrienation wie die unsere ist nun mal auf einen steten Energiefluss angewiesen. Man könnte natürlich die an windstarken Tagen erzeugte Energie zwischenspeichern, am besten als Wasserstoff, aber die Speicherung und die Rückgewinnung als elektrische Energie hat so schlechte Wirkungsgrade, dass man die Anzahl der zu installierenden Windkraftanlagen vervielfachen müsste. Die Leistung, wäre somit an windstarken Tagen um viele Zehnerpotenzen höher als die Gesamtleistung der Bundesrepublik Deutschland. Der Energietransport zu den noch zu bauenden Speicherkraftwerken ist dann das nächste Problem. Bei den jetzt schon riesigen Widerständen von Bürgerinitiativen und Naturschutzgruppen gegen Leitungs- und Kraftwerksbau eine fast unlösbare Herausforderung.

Solaranlagen zur Wärmegewinnung sind erprobte und bewährte Verfahren zur Energieeinsparung. Zusammen mit Wärmedämmung und anderen Energiesparmaßnahmen sicherlich ein richtiger Weg, Ressourcen zu schonen.

Solaranlagen zur direkten Gewinnung elektrischer Energie haben momentan einen Wirkungsgrad von 10-15%. Für abseits gelegene Häuser, bei denen ein normaler Stromanschluss nahezu unerschwinglich ist, sicherlich eine Alternative. Bei Erzeugerpreisen von 1,50 DM bis 2,10 DM pro Kilowattstunde kann man den Großeinsatz erst einmal vergessen. Es werden sich sicherlich nur wenige Leute finden, die bereit sind, soviel Geld auszugeben. Selbst die Energiebilanz einer Solaranlage ist nicht gerade berauschend. So hat ein konventionelles Großkraftwerk schon nach einem Monat die Energie erzeugt, die zur Errichtung aufgewendet wurde, bei Wasser- und Windkraftwerke ist mit einem Zeitraum von 3-12 Monaten zu rechnen und Photovoltaikanlagen brauchen ca. 3 bis 8 Jahre, bis die Energiebilanz positiv wird. Die zur Gewinnung von hochreinem Silizium erforderliche elektrische Energie ist auch mit CO2 -Emissionen verbunden. Vergessen darf man auch nicht die hohen Anschaffungskosten einer Solaranlage. Die Anmerkungen bei der Betrachtung von Windkraftanlagen in Bezug auf die Zwischenspeicherung von Energie gelten natürlich auch hier. Solaranlagen sind nun mal kein stetiger Energielieferant.

Ich will damit nicht die Photovoltaikanlagen schlecht reden. Wer das Geld übrig hat sollte sich schon solch eine Anlage anschaffen, zumal der Erlös für die Kilowattstunde Solarenergie momentan sehr hoch ist und die Anlage in der Anschaffung auch noch gefördert wird.

Energie aus Kernverschmelzungsreaktoren ist auf absehbare Zeit auch nicht zu erwarten, Geothermie und Gezeitenkraftwerke sind vernachlässigbare Größen, so dass momentan Kernkraft als die einzige Alternative zu Kohle, Wasser, Wind und Solar bleibt. Kernkraft birgt aber gewisse Risiken, wenn diese auch bei dem Sicherheitsstandard in Deutschland verschwindend gering sind. Wird Kernkraft nicht hier eingesetzt, so sage ich voraus, dass wir alle in Deutschland über Kurz oder Lang die Kernenergie aus dem ehemaligen Ostblock beziehen. Der freie Wettbewerb lässt schön grüßen! Wahrlich kein angenehmer Gedanke!

Man kann aber auch weiterhin auf fossile Energieträger setzen und lässt die Schlote CO2 rauchen, was das Zeug hält. Wobei wir wieder am Anfang beim Thema CO2, Treibhauseffekt und Sonne sind.

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"Ökologische" Stromerzeugung in Deutschland

- Grenzen des Machbaren.

Der jährliche Strombedarf an elektrischer Energie in Deutschland liegt momentan bei etwa 496.500.000.000 KWh. Nehmen wir diese Zahl als Grundlage und versuchen einmal in Gedanken, Deutschland via Windkraft mit elektrischer Energie zu versorgen.

Zunächst einmal ist es wichtig, zu ermitteln, wieviel Energieausbeute pro Anlage überhaupt zu erwarten ist. Dazu nehmen wir einen Windpark in exponierter Höhenlage des Hessischen Mittelgebirgsraums als Zahlenlieferant. Dort stehen moderne Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 15,6 Megawatt. Diese haben nun in einem Jahr etwa 20,7 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt.

Das bedeutet also, dass in diesem Fall Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von einem KW etwa 1327 KWh Strom pro Jahr produzieren.

Man kann jetzt einwenden, dass in Zukunft der Wirkungsgrad verbessert und die Nabenhöhe vergrößert wird, was den Ertrag sicherlich weiter steigen lässt. Dann muss man aber auch dazusagen, dass andere exponierte Lagen, zu der auch die Küstengebiete zählen, vergleichsweise knapp sind und bei großflächigem Einsatz von Windenergie auch ungüstigere Standorte benutzt werden müssen. Setzen wir in die weitere Betrachtung als Kompromiss eine Ausbeute von 1500 KWh / KW ein.

Um die Arbeit der BRD zu erzeugen, müssen also Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 330 Gigawatt installiert werden, das sind dann 220.000 moderne Windkraftanlagen mit je 1,5 MW. Der Spitzenbedarf der BRD liegt bei etwa 70 Gigawatt.

Was passiert mit der überschüssigen Leistung an windstarken- und lastschwachen Tagen?

An windschwachen- und laststarken Tagen fehlt Leistung, woher diese nehmen?

Die Antwort liegt in der Zwischenspeicherung. Pflanzen speichern Energie in Form von chemischer Energie. Großtechnisch wird man das aber nicht wie die Pflanzen auf Kohlenstoffgrundlage machen, sondern wird Wasserstoff als Energiespeicher benutzen. Das hat einmal den Vorteil, dass bei der Energiefreisetzung als einziges Abfallprodukt Wasser entsteht. Zum anderen ist die Rückgewinnung elektrischer Energie aus Wasserstoff dank Brennstoffzellen mit einen Wirkungsgrad von bis zu 60% möglich.

Der Wasserstoff muss aber erst einmal erzeugt werden. Elektrolyseure dienen zur Herstellung von Wasserstoff und Sauerstoff aus Wasser. Dabei liegt der Wirkungsgrad guter Anlagen bei bis zu 60%.

Unter Einbeziehung der Umwandlungswirkungsgrade braucht man nun etwa 610000 Windkraftanlagen. Die BRD hat eine unbebaute Fläche von etwa 315.000 Quadratkilometern, das sind dann fast zwei Anlagen pro Quadratkilometer.

Problematisch ist, dass Brennstoffzellen Gleichstrom erzeugen. Ein wirtschaftlicher Stromtransport zu den Verbrauchern ist dabei mit der heutigen Infrastruktur nicht möglich. Denkbar, aber wahrscheinlich in naher Zukunft unbezahlbar und auch extrem störanfällig, wäre der Einsatz von Supraleitern. Man kann die Stromerzeugung aber auch dorthin verlagern, wo dieser gebraucht wird. In jedes Wohnviertel oder Haus also ein kleines Brennstoffzellenkraftwert mit einem Wasserstofftank als kleine Überraschung für die Sylvesternacht. Die Probleme durch Streustromkorrosion bei Gleichstromanlagen sollten auch nicht unterschätzt werden. Im Gegenteil, da bei Gleichstrom jedes Metall an der Stromaustrittsstelle in einen Elektrolyten zerstört wird, sind die Folgen meiner Ansicht nach unübersehbar.

Will man die heutige Infrastruktur weiterbenutzen, braucht man erst einmal ein führendes Netz, das den Takt vorgibt. Das Europäische Verbundnetz ist so etwas, alle angeschlossenen Kraftwerke speisen in dieses Netz und alle Generatoren laufen synchron. Da ich mir nicht vorstellen kann, dass sich andere Länder ihr Netz von unzähligen Wechselrichtern verseuchen lassen, kommt nur eine Insellösung der BRD in Betracht. Man wird also große Wasserstoffkraftwerke mit herkömmlichen Generatoren rund um die Uhr laufen lassen müssen. Selbstverständlich müssen auch Reservekraftwerke in einem ungünstigen Arbeitspunkt mitlaufen, die bei Störungen kurzfristig für Ersatz sorgen. Man baut also ein eigenes, kleines "Verbundnetz", jetzt aber auf Wasserstoffbasis. Alle Vorteile des Europäischen Verbundnetzes sind somit dahin. Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass die Anzahl der Windkraftanlagen nochmals beträchtlich erhöht werden muss, da herkömmliche Kraftwerke mit einem Wirkungsgrad weit unter 50% fahren.

Wahrlich kein schöner Gedanke. Ein durch Oberwellen verseuchtes, störanfälliges und nicht gerade stabiles Stomnetz, dazu überall Windmühlen, die im Winter Eiszapfen durch die Gegend schleudern. Ein besonders schöner Anblick sind die Windkraftwerke ja nicht und Krach machen sie auch.

Gleiches gilt im Prinzip auch für Solarkraftwerke, nur mit anderen Zahlen. Anders als Windkraftanlagen können Solaranlagen aber auch dort problemlos aufgestellt werden, wo der Strom gebraucht wird, beispielsweise auf Hausdächern.

Die Alternativen Energiequellen und Stromsparmaßnahmen können sicher einen Beitrag leisten, den Stromverbrauch zu senken, ersetzen können sie herkömmliche Kraftwerke aber nicht.

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Alternative Energiegewinnung - Neuartige Antriebe

Mit der Erfindung des Rades wurde der Menschheit eine Möglichkeit eröffnet, Lasten ohne große Kraftanstrengung von einem Ort zum anderen zu transportieren. Eine weitere Revolution ging von der Entwicklung des luftgefüllten Reifens und des Ottomotors aus. Flugzeuge mit Düsenantrieben ermöglichen heute eine schnelle Überbrückung großer Entfernungen und Raketen können sogar die Anziehungskraft der Erde überwinden. Energie wird dabei in allen Fällen benötigt.
Aber es gibt energiesparende Alternativen.
Die konsequente Ausnutzung von Murphy's Naturgesetzen eröffnet der Menschheit eine Reihe von neuen Antrieben. Oft beschrieben ist schon das Prinzip des Marmeladen- Katzenantriebes. Dabei liegen folgende Gesetzmäßigkeiten zugrunde:

1.      Eine Katze fällt immer auf die Pfoten.
2.      Ein Marmeladenbrot fällt immer auf die Marmeladenseite.

Bindet man nun einer Katze ein Marmeladenbrot so auf den Rücken, dass die Marmeladenseite oben ist und lässt die Katze dann fallen, so kann sie nicht den Boden berühren, ohne gegen ein Naturgesetz zu verstoßen. Folgerichtig wird sie auf der Seite liegend im Schwebezustand verharren. Die Antigravitation ist somit für den Menschen nutzbar geworden. Lässt man noch ein anderes Naturgesetz einfließen, ist sogar ein rotierender Antrieb möglich:

3.      Weiße Hemden und Substanzen wie Marmelade oder Tomatensoße ziehen sich unweigerlich an, wie man bei einem Besuch beim Italiener zweifelsfrei feststellen kann.

Man muss also dem Katze- Marmeladenbrotsystem ein weißes Hemd nähern und erzeugt damit ein Drehmoment. Wenn man das Hemd rechtzeitig abdeckt und an anderer Stelle ein weiteres weißes Hemd aufdeckt, ist eine Rotation möglich. Die erzielbare Leistung ist dabei proportional zum Preis des Hemdes.

Selbstverständlich ist die großtechnische Nutzung des Katzenantriebes etwas problematisch. Die Katzen müssen versorgt werden und es muss verhindert werden, dass die Marmeladenbrote von den Katzen oder von anderen Tieren aufgefressen werden. Schlecht ist auch, dass Katzen nicht beliebig miniaturisiert werden können und keine hohen Drehzahlen aushalten. Kleinere, wenn auch nicht so effektive Antriebe lassen sich nach dem Ketchup- Einspritzsystem fertigen. Versuche haben nämlich gezeigt, dass die Affinität Ketchup – weiße Hemden auch für (beliebig kleine) weiße Taschentücher gilt. Zwar nicht in der gewohnten Stärke, der Effekt ist aber dennoch nachweisbar. Man nimmt also eine längs geschlitzte Welle und spritzt in diesen Schlitz Ketchup. Das Drehmoment wird durch ein 90 Grad versetztes weißes Taschentuch erzeugt, das wiederum im rechten Moment abgedeckt wird. Der durch die Fliehkräfte weggeschleuderte Ketchup wird aufgefangen und wieder in den Schlitz eingespritzt.
Andere Antriebe beruhen auf dem Prinzip:

4.      Ein heruntergefallener Gegenstand rollt stets an die am schwersten zugängliche Stelle

Dabei verrichtet eine Kugel beim Herunterfallen Arbeit, indem sie beispielsweise ein Schaufelrad antreibt. An der tiefsten Stelle angekommen, wird sie in die hinterste, am schwersten zugängliche Ecke rollen. Diese liegt an einer höher gelegenen Stelle, und zwar dort, wo die Kugel den Fall begonnen hat. Verstärken kann man den Effekt noch durch zusätzliche Abdeckungen der hintersten Ecke. Da die Leistung proportional zum Wert des fallenden Gegenstands zunimmt, kann man durch Wahl eines passenden Kugelmaterials die Leistung in großen Grenzen variieren.

Schaufelräder einer Wasserturbine lassen sich mittels folgenden Gesetz antreiben:

5.      Die größte Attraktion für die Suppe ist eine saubere Krawatte.

Ohne auf genaue technische Details einzugehen, können schon ein paar hundert Liter einer gewöhnlichen Tomatensuppe Höhendifferenzen zwischen Tomatensuppenspiegel und Krawatte von mehreren Metern überbrücken. Und das wiederum proportional zum Preis der Krawatte und der Färbung der Tomatensuppe. Dieser Antrieb ist besonders effektiv, denn Arbeit kann beim Aufsteigen der Suppe zur Krawatte und beim zurücklaufen zum Tomatensuppenspiegel entnommen werden.

Getestet werden zur Zeit Antriebe nach folgenden Gesetzmäßigkeiten:

6.      Jedes fliegende Objekt strebt ins nächstgelegende Auge.
7.      Alle unbeseelten Gegenstände können sich so weit bewegen, dass sie einem im Weg sind.

Vorhandene Anlagen zur Energiegewinnung wie beispielsweise Windkraftanlagen erfahren durch die Anwendung von Murphy‘s Naturgesetzen zur Zeit schon eine Renaissance:

8.      Die Windgeschwindigkeit steigert sich direkt proportional zu den Kosten für die neue Frisur einer Frau.

Zukünftig wird auch die Erzeugung von Wurmlöchern, die zur Überbrückung galaktischer Entfernungen dienen, ins Auge gefasst. Das Axiom:

9.      Die Abkürzung ist die längste Verbindung zwischen zwei Punkten.

und die daraus folgende Ableitung:

10.    Der Umweg ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten.

bieten eine solide Grundlage.
 
Für die Menschheit wahrlich ein Segen!

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Intelligente Arzneimittelverpackungen


Seit geraumer Zeit fällt mir ein Phänomen auf, das nach genauer Untersuchung nicht mehr mit Zufall erklärt werden kann. Es handelt sich dabei um den von mir so genannten Liesbeipackzettel-Effekt (LBZE).
Sie haben sicher schon einmal ein Medikament eingenommen. Um an das Medikament zu kommen, muss man erst einmal den Kunststoffstreifen entnehmen, der die einzelnen Tabletten beherbergt. Und hier beginnt das Ungeheuerliche. Man öffnet die Verpackung in über 90% aller Fälle so, dass man erst den Beipackzettel entnehmen müsste, um an den Kunststoffstreifen zu kommen. Dieses Ende der Verpackung wird ab hier mit BZE (Beipackzettelende) abgekürzt.
Es gibt zwei vernünftige Möglichkeiten, eine Verpackung zu öffnen, aber man wählt unwillkürlich die Variante mit dem Beipackzettel. Ich habe das natürlich sofort genauer untersucht, nachdem mir die Gesetzmäßigkeit aufgefallen ist. Folgendes ist mir dabei aufgefallen:

  1. Es spielt keine Rolle, ob man die Verpackung sieht, oder nicht. Selbst in völliger Dunkelheit ist der Effekt da. Es scheint sogar so zu sein, dass die Stärke mit sinkender Beleuchtungsstärke noch zunimmt, also umgekehrt proportional zur Sichtbarkeit der Verpackung ist.
  2. Der Beipackzettel hat ein Eigengewicht. Schaut man sich die Lage des Zettels in der Verpackung an, so fällt auf, dass der Schwerpunkt der Verpackung nicht genau in der Mitte der Verpackung ist, sondern etwas in Richtung BZE verschoben ist. Ich habe nun Versuche mit Verpackungen gemacht, die auf dem Tisch liegen. Somit dürfte der Schwerpunkt keine Rolle spielen und wie sich zeigt, wird die Stärke des LBZE davon nicht beeinflusst.
  3. Die Stärke des LBZE nimmt mit der Anzahl entnommener Tabletten ab, scheint also proportional zur Tablettenzahl zu sein. Der LBZE muss also eine Eigenschaft der Tabletten sein.
  4. Der Beipackzettel hat die Fähigkeit, spontan seine Lage zu ändern. Nachdem ich wieder einmal die Packung verkehrt geöffnet hatte, habe ich mir die Lage des BZE genau gemerkt. Vor dem nächsten Öffnen habe ich mir die Schachtel vorher genau angeschaut und an der vermeintlich richtigen Stelle nachgeschaut. Aber dort hat mir wieder der Beipackzettel den einfachen Weg zu den Tabletten verwehrt.
  5. Das von Heisenberg postulierte Unschärfeprinzip ist auch im makroskopischen Bereich vorhanden. Je genauer man das BZE markiert, also seine Lage kennt, umso geringer wird der Effekt.

Jetzt stellen sich mir natürlich einige Fragen.

Fragen über Fragen!
Ich bin für jede Anregung und Antwort dankbar. Wer hat also Beobachtungen gemacht?

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Strandkorb des Bösen

Es geschah 2002 an unserem vorletzten Urlaubstag auf Wyck.
Durch das reichhaltige Frühsück mit einer gehörigen Portion Elan ausgestattet, entschloss ich mich, mit meinem Sohn auf Krabbenfang zu gehen. Wie ich in den vergangenen Tagen beobachtet hatte, war das an sich keine große Sache. Die Kinder, die sich damit vergnügten, hatten zwei Strategien, dieses spinnenähnliche Getier zu fangen.

Zum Einen benutzten sie ein Hebnetz, das mit Muschelfleisch bestückt auf Grund gelegt wurde. Aus Platzgründen hatte ich mein Angelzeug aber daheim gelassen und ein neues Hebnetz wollte ich nicht kaufen. Die andere Möglichkeit bestand darin, mit einer Schnur auf Spinnenfang zu  gehen. Von den Buhnen, die bei Ebbe begangen werden konnten, wurden Schnüre mit Muschelfleisch ins Wasser gehalten. Kurze Zeit später wurden die Schnüre eingeholt und die dämlichen Viecher, die generell den Köder nicht losließen, landeten in einem Eimer.

Wo aber die Schnur hernehmen?
Am Nachbarstrandkorb war hinten ein verwittertes Stück Schnur zu sehen. Um diese Zeit war auch kaum jemand am Strand zu sehen, also begann ich, mir dieses Stück "auszuleihen".  Plötzlich ein widerlich lauter Schrei, der einem das Blut in den Adern gerinnen ließ. Ich hielt inne und konnte mich nur durch einen Sprung zur Seite vor einer herunterfallenden Seemöwe retten. Diese bedauernswerte Kreatur hatte das Pech gehabt, mitten im Flug von diesem Schrei überrascht zu werden.
"Lassen sie die Kordel dran", konnte man jetzt aus dem ohrenbetäubenden Lärm heraushören. Ich schaute in Richtung Geräuschquelle und sah das Grauen in Gestalt einer ca. fünfundvierzigjährigen Frau, die mit Schaum vor dem Mund am offenen Fenster einer Pension in zwanzig Meter Entfernung stand.

"Das ist mein Strandkorb, Unverschämtheit" und noch etwas wie "Aufknüpfen", "Steinigen", "Teeren" und "Federn" war jetzt zu hören.

Mit zitternden Fingern und hochrotem Gesicht murmelte ich ein Stoßgebet und befestigte das Stück Kordel wieder. Diese Frau, möglicherweise ein Dämon aus einer anderen Dimension, hatte es also geschafft, das ich mich mies und schmutzig fühlte. Auf frischer Tat erwischt bei einem schweren Kordeldiebstahl. Und das mir, einem überzeugten Verfechter von Gesetz und Ordnung.
Sogar meine Familie musste darunter furchbar leiden. Sie bekamen einen schrecklichen Lachanfall, der fast zwei Stunden anhielt. Fast wären sie jämmerlich erstickt.

An diesem Tag sah ich dieses seltsame Wesen nicht mehr, da wir gegen Mittag den Strand verließen, um eine Inselrundfahrt zu unternehmen.
Auch am letzten Tag sah ich den Teufel in Person nicht mehr. Der Nachbarstrandkorb war, als wir an den Strand kamen, demonstrativ so gedreht, dass man sofort erkennen konnte, was ich für ein unwürdiger Wurm in ihren Augen war.
In dieser Nacht hatte ich die schlimmsten Albträume, einmal sah ich mich beispielsweise als Krabbe, der vom Teufel die Beine einzeln ausgerissen wurde. Schweißgebadet wachte ich um Mitternacht auf. Mir war klar, ich musste was dagegen unternehmen!
Ich ging kurz ans Auto. Im Schutze der Dunkelheit begab ich mich dann zu dem verhassten Strandkorb, bespritze ihn mit Weihwasser, sprach ein paar Beschwörungsformeln und schnitt die Kordel ab.
Last, but not least unterstützte ich das Vorhängeschloß zum Verschließen des Strandkorbes dann mit einem stabilen Kabelbinder, den man selbst mit einer Schere nicht abbekam.
Jetzt konnte ich endlich ruhig schlafen.
Leider bekam ich am nächsten Tag nicht mehr mit, wie vergeblich versucht wurde, den Strandkorb zu öffnen, denn da war ich schon auf der Autobahn unterwegs in Richtung Heimat. Aber allein der Gedanke daran zaubert mir ein jedesmal ein dämonisches Grinsen ins Gesicht.
Möglicherweise hat ja was abgefärbt.

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Wie wir beinahe etwas Zug abbekamen

Es geschah 2003 am Anreisetag zu einem Urlaub auf Rügen.
Nach vielen Stunden Fahrt hatten wir Lübeck hinter uns. Ab da ein einziger riesengroßer Stau. Irgendwann, ein genaues Zeitgefühl war uns schon lange abhanden gekommen, wurden wir von mehreren Polizei- und Krankenwagen überholt. Ab diesem Zeitpunkt ging es auf einmal flott voran. Etwa 100 m voraus war eine Rechtskurve und nach weniger als einer Minute hatten wir die Kurve erreicht. Ich staunte nicht schlecht, als ich sah, dass ein paar Meter weiter geschlossene Halbschranken waren. Vor mir fuhr ein Auto nach dem anderen links an der Schranke vorbei, auf der anderen Seite standen die Autofahrer brav davor. Als ich vor der Schranke stand, überkamen mich Skrupel, so einfach eine geschlossene Schranke zu umfahren. Also blieb ich stehen. Das war unser Glück, denn keine 5 Sekunden später brauste ein Zug an uns vorbei und hätte beinahe noch das Auto erwischt, dass vor uns die Schranke umfahren hatte. Ich habe lange überlegt, was die Leute bewogen hat, sich wie die Lemminge zu verhalten.

Ich vermute, der Krankenwagen und die Polizei haben es den nachfolgenden Autofahrern vorgemacht und was die Polizei darf, dass darf eben ein waschechter Deutscher schon lange.

Möglicherweise haben die Mitbürger der neuen Bundesländer ja aber auch nur eine andere Einstellung zum Leben? Dieser Gedanke ist mir nach ein paar Tagen Rügen spontan gekommen. Selbstmörderische Überholmanöver waren dort an der Tagesordnung, die wunderlicherweise ausschließlich von Einheimischen durchgeführt wurden. Vielleicht hat sich ja jeder Rügener schon beim Erwerb des Führerscheins den Baum ausgesucht, an dem er kleben bleiben will. Geht man von den angekratzen und zum Teil mit Kreuzen versehenen Alleebäumen aus, muss in den letzten Jahren der Bestand an freifahrenden Rügenern stark abgenommen haben.

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